Was kann die Möbelindustrie von der Modewelt lernen?

Um dies herauszufinden, begab sich IKEA auf eine aufregende Reise. In Zusammenarbeit mit den Modedesignern Katie Eary und Martin Bergström entstanden zwei limitierte Kollektionen, die viele Menschen beim modischen Einrichten ihres Zuhauses unterstützen möchten. Beide Kollektionen werden 2016 erscheinen.

 

Die Zusammenarbeit mit Martin Bergström

Martin Bergström.

Ein anderes Indien

Wenn man sich Indien vorstellt, denkt man unweigerlich an lebendige Farben und prachtvolle Ornamente. Aber Indien hat auch eine moderne Seite. Dieses moderne Indien hat IKEA in seine neue SVÄRTAN Serie eingebracht, die in Zusammenarbeit mit dem  schwedischen Textildesigner Martin Bergström entstanden ist.

Martin erhielt den Auftrag, ein Produktsortiment aus Bettwäsche, Papierprodukten, Teppichen, Schüsseln, Glaswaren und Metallobjekten in Schwarz, Weiß und Graunuancen zu kreieren (SVÄRTAN ist das schwedische Wort für „Schwärze”). Das Ziel war eine moderne Interpretation Indiens und seiner Traditionen.

„Wir wollten mit einem schwedischen Textildesigner zusammenarbeiten, und so kamen wir auf Martin”, sagt Karin Gustavsson, Creative Leader von IKEA of Sweden. „Seine Arbeit ist avantgardistisch, anspruchsvoll und in verschiedenen Bereichen wie Tanz, Kunst und Mode zu Hause. Er schafft immer wieder etwas Unerwartetes und Innovatives.”

Damit sich Martin ein Bild vom zeitgemäßen Indien machen konnte, luden wir Studenten des National Institute of Fashion Technology in Neu-Delhi zu einem Workshop in Hauz Khas ein. Mehrere Tage lang suchten die Studenten in dem angesagten Viertel von Neu-Delhi nach interessanten Mustern in ganz einfachen Dingen, auf alten Mauern oder in herunterhängenden Kabeln. Mit verschiedenen Techniken, ob mit Tintenklecksen, Garn oder in Papier eingebrannten Löchern, fertigten sie abstrakte Bilder und Zeichnungen von den Beispielmustern an.

„Wir haben während des Workshops über 2.000 Designs angefertigt. Davon schafften es 15 in die endgültige Serie. Aber wir hätten alle 2.000 für IKEA Textilien verwenden können”, sagt Martin lachend.

Die gesamte Serie wurde unter Verwendung verschiedener traditioneller Techniken und Materialien in Indien produziert. Textilien sind ein wichtiges Element der indischen Handwerkskultur. Metalle verleihen den Produkten der Serie Substanz und Holz sorgt für eine weiche Optik. Die mundgeblasenen Glaswaren passen ebenfalls perfekt zu Martins rauen, gewollt unvollkommenen Designs.

Die Zusammenarbeit mit Katie Eary

Katie Eary

Mode trifft Einrichtung

Die Mode zeigt uns immer als Erste die neuesten Muster- und Farbtrends. Sie entwickelt sich rasant – nicht selten präsentieren die Modehäuser vier oder mehr Kollektionen im Jahr. Die Modeindustrie nutzt heute raffinierte Drucktechniken, mit denen sich eindrucksvolle Bilder detailgetreu auf Textilien übertragen lassen. Das hat IKEA neugierig gemacht und dazu bewegt, einmal genauer hinzuschauen, was die Einrichtungsindustrie
von der Mode lernen kann.

„Wir können eine Menge von den Designern und der Modeindustrie allgemein lernen”, sagt Henrik Most, IKEA Range Specialist und Creative Leader für GILTIG, eine der ersten Kooperationen zwischen IKEA und verschiedenen Modedesignern. „Die Modebranche registriert Veränderungen in der Welt um uns herum sehr früh und kreiert daraus ihre Interpretation dessen, was wir in der nächsten Saison tragen werden. Die neuen Modetrends schwappen schnell auf andere Bereiche der Wirtschaft und der Gesellschaft über, so natürlich auch auf den Einrichtungsmarkt.”

Wie würde nun jemand, der Streetwear für Herren entwirft, an ein Produktsortiment für Küche und Unterhaltung herangehen? IKEA wollte es herausfinden und hat gemeinsam mit der Londoner Modedesignerin Katie Eary eine Kollektion zum Thema „Dinnerparty” entwickelt. Das Ergebnis ist GILTIG, eine ausdrucksstarke und farbenfrohe Serie, die den Streetstyle auf Schirme, Einkaufstaschen, Kissen, Meterware, Geschirr und Lampenschirme bringt.

„Ein gutes Zuhause heißt nicht, dass man jede Menge tolle Sachen haben muss. Es geht darum, Dinge um sich zu haben, die die Persönlichkeit widerspiegeln. Wenn du ein Zuhause betrittst, ist es, als spaziere man direkt in den Kopf des Bewohners”, sagt Modedesignerin Katie Eary.

Katie Eary lebt in London und ist bekannt für ihre knalligen Drucke und Muster. Wie IKEA glaubt auch Katie, dass ein Zuhause die Menschen, die darin leben, widerspiegeln sollte und dass ein einziges Möbelstück oder Accessoire einen Raum völlig verwandeln kann. Also begann sie, sowohl aussagekräftige Einzelstücke als auch Alltagsprodukte mit Persönlichkeit und Charakter zu gestalten.